Isabella

Foto: Beschriebener Bus / Isabella
Innsbruck, Jänner 2024

 
Ich war gerade mit dem J auf dem Weg nach Igls, als ich plötzlich von einem lauten Tusch aus meinen Tagträumen gerissen wurde. Aufgeregt schaute ich umher und erblickte zwei eingeschlagene Türen. Der Bus muss wohl gegen die Leitplanke gefahren sein. Die Busfahrerin blieb in der Steigung stehen, stieg aus und warf einen Blick auf die zerbrochenen Türen. Man könnte nun meinen, dass man nun auf einen Ersatzbus wartet, doch die Busfahrerin stieg einfach wieder in den Bus und meinte, dass sich alle von den Türen wegen der Scherben fernhalten sollen. „Wahrscheinlich fährt sie zur nächsten Station, dass der Bus nicht im Weg steht und wir dann in einen Ersatzbus einsteigen können“, dacht ich mir. Doch bei der nächsten Station öffnete die Busfahrerin die kaputte Tür, damit die nächsten Fahrgäste einsteigen können und tausende Scherben flogen durch die Luft.Auch davon lässt sich die Busfahrerin nicht beeindrucken und fährt weiter, um die Fahrgäste an der nächsten Bushaltestelle mitzunehmen.Die wartenden Fahrgäste bei der Station staunten nicht schlecht als beim Öffnen der Türen Scherben auf den Gehsteig scheppern. Ich steige aus und mache noch einen Schnappschuss, so wie viele andere Fahrgäste auch, weil sie so etwas zuvor noch nie gesehen haben. Wortlos setzt die Busfahrerin ihre Fahrt fort.
Meines Wissens nach wurde niemand verletzt, doch vielleicht wäre eine bessere Schulung für Busfahrer:innen in solche Situationen eine Möglichkeit, dass sowas in Zukunft nicht mehr passiert.
 

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