Prävention ungewollter Schwangerschaften bei Jugendlichen

Die Emanzipationsbewegung der 1960er Jahre hat vor allem durch eine konkrete Errungenschaf die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaf ermöglicht: die Familienplanung. Die bewusste Entscheidung darüber, ob und wann man als Frau Kinder bekommen möchte. Seit der Einführung der Pille und der Ermöglichung des Schwangerschafsabbruchs durch die Fristenlösung hat sich in Österreich jedoch nur wenig weiterbewegt um die sexuelle Integrität und Selbstbestimmtheit der Frauen weiter zu fördern.

Nach Analysen ist Österreich auch Spitzenreiter bei ungewollten Schwangerschafen von Jugendlichen, wodurch es zu einem verfrühten Ausscheiden aus dem Arbeitsleben bzw. zu einer wesentlichen Erschwernis des weiteren Ausbildungsweges der betroffen Frauen kommt. Dieses soziale und persönliche Dilemma führt in weiterer Folge auch zu höheren Kosten für unsere Gesellschaf. Ungewollte Schwangerschafen lassen sich sowohl auf fehlende als auch fehlerhafe Verhütung zurückführen. Ob verhütet wird oder nicht wird in Österreich stark durch den Bildungsgrad und das Einkommen beeinfusst.

Informationen über Schwangerschafsabbrüche und deren Gründe sind in Österreich auf Grund der Rechtslage kaum vorhanden. Schätzungen gehen von 30.000-40.000 Abbrüchen pro Jahr aus, was einer der höchsten Abbruchsraten Westeuropas entspricht. Die Mehrheit der Abbrüche wird laut Studien in der Altersgruppe der unter-30-jährigen Frauen durchgeführt, 14,2 Prozent in der Gruppe der 11-20 Jährigen.

Festzustellen ist auch, dass im Jahr 2008 81 Prozent der gebärenden Teenager in keinem fxen Arbeitsverhältnis standen und/oder keine Ausbildung absolvierten. Daher kann hierbei von einem niedrigem sozialökonomischen Status ausgegangen werden. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass junge alleinerziehende Mütter eine der höchsten Risikogruppen in Bezug auf Armutsgefährdung darstellen.

Die JUNOS – Junge Liberale NEOS sprechen sich auf Grund dieser Problematik für folgende Maßnahmen aus:

1. Statistik und Dokumentation
Um in Zukunf gezielte präventiv-aufklärende Maßnahmen setzen zu können, fordern wir das Führen von Statistiken in Bezug auf Schwangerschafen sowie daraus folgende Geburten oder Schwangerschafsabbrüche. Insbesondere soll hierbei auch die Gruppe der 14-16 Jährigen erfasst werden und vermehrt auf sexuell Unmündige eingegangen werden.

2. Aufklärung und Professionalisierung der Sexualerziehung
Die JUNOS – Junge Liberale NEOS fordern einen professionellen Aufklärungsunterricht mit besonderem Augenmerk auf Verhütungsmethoden sowie einer Vermittlung der positiven Aspekte menschlicher Sexualität. Dies soll im Rahmen der Schulautonomie eigenständig organisiert werden, jedoch spätestens ab dem Erreichen der 5. Schulstufe stattfnden. Darüber hinaus sollte die Aufklärungssituation durch eine externe sexualpädagogisch/gynäkologisch ausgebildete Personen verbessert werden, indem mindestens einmal pro Jahr verpfichtende Aufklärungsveranstaltungen während der regulären Schulzeit abgehalten werden, deren Inhalt die unterschiedlichen Möglichkeiten der Verhütung sowie deren Anwendung, Wirkung und Zugang sind.

3. Kostenübernahme von Verhütungsmitteln
Freie Entscheidung über Familienplanung und Sexualität gehören zu einem selbstbestimmten Leben. Da fnanzielle Gesichtspunkte insbesondere bei Minderjährigen schwerwiegen, fordern wir eine Kostenübernahme für hormonelle (Langzeit-)Verhütungsmitteln durch die jeweilige Krankenkasse für Minderjährige, wobei sich die Höhe der Förderung an der jährlichen Durchschnittskosten für die „Pille“ orientieren soll. Dies soll weitgehend unbürokratisch und auch ohne das Wissen der Eltern ermöglicht werden. Zusätzlich soll der (kostenlose) Zugang zu Kondomen für Minderjährige erleichtert werden, um ergänzend zur Verhütung auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Kostenfreier Zugang zu Verhütungsmitteln würde auch die Zahl der Schwangerschafsabbrüche reduzieren.

4. Finanzielle Unterstützung bei Schwangerschafsabbrüchen
Die schwierige Entscheidung über einen Schwangerschafsabbruch bei Minderjährigen sollte nicht von fnanziellen Aspekten abhängen. Jedenfalls sollte eine Entscheidung gegen einen Schwangerschafsabbruch nicht deswegen getroffen werden, weil der Eingriff für die Betroffene nicht leistbar ist. Der Staat hat daher (über einen Sozialfonds) für Minderjährige einen unbürokratischen Zugang zu fnanzieller Unterstützung für Schwangerschafsabbrüche zur Verfügung zu stellen.

Die JUNOS – Junge Liberale NEOS sprechen sich darüber hinaus auch dafür aus, Schwangerschafsabbrüche in allen österreichischen Landeskrankenhäusern zu ermöglichen. Dennoch soll jeder Arzt die Möglichkeit haben, die Durchführung eines Schwangerschafsabbruch aus ethischen Gründen abzulehnen. Desweiteren sollen auf Grund der psychologischen Belastung zwischen dem verpfichtenden Beratungsgespräch und dem Eingriff mindestens 72 Stunden vergehen.

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